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Zusammen kriegen wir die schon klein...


geschrieben 18.09.2009, 13:27 Uhr
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Kraftwerk Datteln

Hätten Eon sowie die Stadtverwaltungen in Datteln und Waltrop mal auf uns gehört...


...aber die wollten lieber Eon statt gut!


Herr Wolfgang Werner, Frau Anne Heck-Guthe, ein passender Zeitpunkt jetzt abzutreten. Das aktuelle Urteil des OVG Münster bescheinigt Ihnen nicht nur Inkompetenz. Sie haben mit aller Kraft die Gefahren heruntergespielt um einem Konzern die Gewinne zu sichern. Offensichtlicher kann man nicht gegen die Interessen der Bürger handeln.



Zur Erinnerung:


Bereits 2005 klärten wir die Bürger vor Ort über das geplante Eon Kohle-Großkraftwerk auf. Die offensichtlichen Mängel und Fehler in der Gesamtplanung sowie den einzelnen Genehmigungsverfahren waren bekannt, wurden deutlich herausgestellt und auch in zahlreichen Einsprüchen bei der Bezirksregierung Münster (zuständige Genehmigungsbehörde) eingereicht.

Auch die Vertreter in den Stadträten und Ausschüssen sollten über die für die Bürger negativen Auswirkungen des Kraftwerks informiert werden. Diese zeigten sich jedoch nicht nur ahnungslos, sondern auch beratungsresistent. Da vertraute man lieber einem Großkonzern wie Eon statt engagierten Bürgern und Umweltschützern, die sich mit Hilfe von Fachleuten bereits Kompetenz erarbeitet hatten.

Die CDU stimmte dann auch ohne Fachwissen und Bedenken, oder gar schlechtem Gewissen, dem Kraftwerksbau zu. Die SPD ebenfalls. Herr Siebert als Fraktionsvorsitzender der SPD setzte allerdings noch einen drauf und wollte den über 180m hohen Kühlturm dazu noch bunt anmalen! Das macht deutlich auf welchem Niveau hier debatiert und gearbeitet wird!

Für unsere Aufklärung und Information über die Gefahren und negativen Auswirkungen des geplanten Monster-Kraftwerks bekamen wir viel Zuspruch und Anerkennung. Die Stadtverwaltung verzichtete leider auf unser Wissen. Auch im Umweltausschuss bekamen wir damals kein Rederecht. Aber diese Überheblichkeit und Ignoranz kennen wir ja schon bei den Atomtransporten durch Waltrop und den Kreis Recklinghausen.

Danke SPD, Danke CDU - das ist wahrlich bürgernahe Politik in Waltrop! (übrigens wurden jetzt im August fast die gleichen Deppen erneut in den Stadtrat gewählt, was für die Zukunft keine positiven Veränderungen erwarten lässt)

Das macht deutlich, wie wichtig es ist, das die Menschen vor Ort gegen solche wahnsinnigen Projekte vorgehen um ihre Gesundheit zu schützen. Die politischen Fraktionen waren und sind hiermit deutlich überfordert oder handeln im Interesse anderer.


Wie machen wir jetzt weiter?


Einerseits freuen wir uns über die derzeitigen Auswirkungen des Urteils des OVG Münster. Aber wir wissen auch, dass die Gerichte oft gegen die Interessen der betroffenen Bürger entscheiden. Diese Ausnahme des OVG Münster ändert nichts am System. Einem Rechtssystem was sich die Großindustrie, dank vieler Lobbyisten, immer häufiger selbst schreibt.

Wir verlassen uns weiterhin auf kein Gericht und keinen Politiker. Wir werden weiter handfesten Widerstand, auch gegen das Kraftwerk in Datteln, leisten. Wir werden unser Widerstandskonzept zum Eingriff in die Logistik der Ver- und Entsorgung des Kraftwerks, auf der Schiene, auf der Straße und dem Kanal, weiterentwickeln.

Vielleicht ist das ja auch was für dich?
Unser nächstes Treffen ist am Dienstag den 22.09. um 19.30 Uhr. Einfach Mail an: info(ad)mega-waltrop.de

herrschaftsfreie Grüsse
von der MegA

Zusammen kriegen wir die schon klein...

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