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Thema: Kraftwerk Datteln

In diesem Thema sind folgende Beiträge:

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15.11.2009: Protest gegen E.ON und Initiative der Landesregierung

Kraftwerk Datteln "Videobericht zur Aktion"


Pressemitteilung 15.11.2009

Symbolische Blockade gegen E.ON Kraftwerk Datteln
Initiative appelliert an CDU Landesregierung



Nachdem das OVG Münster bereits Anfang September den Bebauungsplan für das neue E.ON Kraftwerk Datteln IV kippte, ordnete die Bezirksregierung wenige Tage darauf einen Baustopp für weite Teile der Kraftwerksbaustelle in Datteln an. E.ON baut seit 2007 ohne Baugenehmigung auf eigenes Risiko und hat sich verpflichtet, sollte nachträglich keine Baugenehmigung erteilt werden, das Gelände auf eigene Kosten wieder in den alten Zustand zurück zu bauen.

Das geplante Kohlekraftwerk würde mit seinen 6,2 Mio. t. CO2 Ausstoß pro Jahr die Klimabilanz in NRW nochmals deutlich verschlechtern. Der Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1500m wird mit 400m deutlich unterschritten. Der Abstand zur Kinderklinik beträgt sogar nur 300m Luftlinie. Der gültige Landesentwicklungsplan lässt dort keinen Neubau von Kraftwerken zu. Die Vorgaben bei der Energieeffizienz und des Klimaschutzes werden unterlaufen. Dies sind nur einige der Mängel die zum Urteil des OVG in Münster führten.

Um auf einen gemeinsamen Antrag (Drucksache 44/9917) von CDU und FDP im Land, indem die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kraftwerks gefordert wird, zu reagieren,, wurde deshalb heute Nacht in Waltrop ein Schwerlasttransport auf dem Weg zur E.ON Baustelle für kurze Zeit blockiert. Rund ein Dutzend Kraftwerksgegner versperrten dem Schwerlasttransport mit einem Transparent „Erneuerbare statt krimineller Energie“ den Weg und verhinderten so die Weiterfahrt.

„Wir sind entsetzt über die Absicht der Landesregierung, trotz dieser durch das OVG festgestellten erheblichen Mängel am Bebauungsplan, mit allen Mitteln auf den Weiterbau und die Inbetriebnahme zu drängen“, so Wolfgang Porrmann.

Wenn die Landesregierung jetzt fordert, die Gesetze und den Landesentwicklungsplan für EON nachträglich anzupassen, dann geht nicht nur den Bürgern jede Rechtssicherheit verloren, sondern nimmt auch neuen Betrieben die Planungssicherheit. Diese Politik schreckt zukünftige Investoren ab, gefährdet den Industriestandort NRW und somit wichtige Arbeitsplätze. Hier handelt die Landesregierung nicht im Sinne der Bürger, sondern fühlt sich offenbar gegenüber wenigen E.ON Aktionären in der Pflicht.

Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, das Urteil des OVG und die geltende Rechtssprechung zu akzeptieren. Der Kraftwerksbau in Datteln muss umgehend komplett stillgelegt werden. Jedes andere Unternehmen ist schließlich auch in der Pflicht eine gültige Baugenehmigung vorzuweisen.

Wenn die Landesregierung weiterhin an ihren Plänen festhält, kündigte die Initiative bereits stärkeren Widerstand gegen den „Schwarzbau Datteln“ sowie die CDU und FDP im Land an.
veröffentlicht 16.11.2009, 10:00 Uhr
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Ab 31. Oktober ist Feierabend auf der E.ON Baustelle

Kraftwerk Datteln

Bezirksregierung setzt Frist bis 31. Oktober

Nachdem das OVG Münster bereits im September einen umfangreichen Baustopp für den E.ON Schwarzbau in Datteln verhängt hatte, setzt die Bezirksregierung dem Bauherrn jetzt eine Frist bis zum 31.10.09 die Baustelle komplett "einzumotten".
veröffentlicht 09.10.2009, 23:47 Uhr
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24.09.09: Weiterer Teil-Baustopp gegen E.ON-Kraftwerk

Kraftwerk Datteln

OVG Nordrhein-Westfalen: 4. und 5. Teilgenehmigung für Steinkohlekraftwerk Datteln einkassiert. E.ON darf auch hier zurzeit nicht weiterbauen.



Das OVG Nordrhein-Westfalen hat in drei Eilverfahren beschlossen, dass die gegen die 4. und 5. Teilgenehmigung gerichteten Klagen des BUND bzw. eines Waltroper Landwirtes aufschiebende Wirkung haben, nicht jedoch die gegen die 3. Teilgenehmigung gerichtete Klage.

Damit können die mit der 4. und 5. Teilgenehmigung genehmigten Anlagen(teile) zurzeit nicht weiter errichtet werden. Für die Entscheidungen kam es nicht auf die Frage an, ob die Teilgenehmigungen rechtmäßig oder rechtswidrig sind; denn die aufschiebende Wirkung einer Klage tritt kraft Gesetzes ein, wenn die angefochtene Genehmigung nicht sofort vollziehbar ist.

Nachdem der 10. Senat des OVG mit Urteil vom 03.09.2009 den Bebauungsplan Nr. 105 - E.ON Kraftwerk - der Stadt Datteln auf Antrag eines Waltroper Landwirtes für unwirksam erklärt hat, haben der Landwirt und der BUND am 11. und 14.09.2009 ihre im 8. Senat anhängigen immissionsschutzrechtlichen Klagen gegen den Vorbescheid und die 1. Teilgenehmigung auch auf die 3. bis 5. Teilgenehmigung erstreckt. Die Genehmigungsbehörde (Bezirksregierung Münster) hat daraufhin E.ON mitgeteilt, dass für die 5. Teilgenehmigung von einer aufschiebenden Wirkung der Klagen auszugehen sei, so dass diese Genehmigung ab sofort nicht weiter ausgenutzt werden könne. Demgegenüber sei hinsichtlich der 3. und 4. Teilgenehmigung das Klagerecht wegen Zeitablaufs verwirkt. E.ON, der BUND und ein Landwirt haben jeweils gegen diese Feststellungen der Genehmigungsbehörde Eilanträge gestellt.

Der 8. Senat des OVG hat - auf die Eilanträge von E.ON hin - festgestellt, dass den beiden Klagen gegen die 5. Teilgenehmigung, die vom 17.10.2008 datiert und verschiedene größere Errichtungsmaßnahmen zum Gegenstand hat, nicht offensichtlich unzulässig sind, so dass ihnen aufschiebende Wirkung zukommt.

Auf den Eilantrag des BUND hin hat der 8. Senat festgestellt, dass dessen Klage gegen die 3. Teilgenehmigung vom 12.12.2007 wegen Nichteinhaltung der Jahresfrist nach § 2 Abs. 4 Satz 1 Umweltrechtsbehelfsgesetz verspätet erhoben und damit offensichtlich unzulässig ist. Zur Begründung hat der Senat darauf hingewiesen, dass der BUND in einem weiteren beim OVG anhängigen Rechtsstreit (Klage gegen den wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschluss) bereits Anfang des Jahres 2008 von dem Erlass der 3. Teilgenehmigung Kenntnis erlangt habe. Die 3. Teilgenehmigung umfasst die Errichtung u.a. der Dampfkesselanlage mit zugehörigen Einrichtungen, die Rauchgasentschwefelung mit Kalksteinmehlsilo und das Schaltanlagengebäude.

Demgegenüber hält der Senat die Klage des BUND gegen die 4. Teilgenehmigung, die E.ON am 21.07.2008 erteilt worden ist und u.a. den Gleisanschluss für die Ammoniak- und die Brennstoffanlieferung einschließlich Werksbahnhof sowie brandschutztechnische Einrichtungen umfasst, nicht für offensichtlich unzulässig. Es bestehen nach Ansicht des Senats keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der BUND in der Zeit vor dem 14.09.2008 von der 4. Teilgenehmigung Kenntnis hätte erlangen können, mit der Folge, dass ansonsten die einjährige Klagefrist abgelaufen gewesen wäre. Der mit der 4. Teilgenehmigung genehmigte Bau des Gleisanschlusses wurde erst kürzlich - am 08.09.2009 - begonnen; die früheren Arbeiten zur Realisierung der 4. Teilgenehmigung betrafen Änderungen an vorhandenen Anlagen und waren schon deshalb auf der unübersichtlichen Großbaustelle nicht im Einzelnen wahrnehmbar. Erst recht konnten sie nicht einer bestimmten Teilgenehmigung zugeordnet werden.

Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

Beschlüsse des OVG Nordrhein-Westfalen vom 24.09.2009

Az.: 8 B 1342/09.AK
Az.: 8 B 1343/09.Ak
Az.: 8 B 1344/09.AK

Quelle: Pressemitteilung des OVG Nordrhein-Westfalen vom 24.09.2009
veröffentlicht 24.09.2009, 16:23 Uhr
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24.09.09: Weiterer Teil-Baustopp gegen E.ON-Kraftwerk

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Zusammen kriegen wir die schon klein...

Kraftwerk Datteln

Hätten Eon sowie die Stadtverwaltungen in Datteln und Waltrop mal auf uns gehört...


...aber die wollten lieber Eon statt gut!


Herr Wolfgang Werner, Frau Anne Heck-Guthe, ein passender Zeitpunkt jetzt abzutreten. Das aktuelle Urteil des OVG Münster bescheinigt Ihnen nicht nur Inkompetenz. Sie haben mit aller Kraft die Gefahren heruntergespielt um einem Konzern die Gewinne zu sichern. Offensichtlicher kann man nicht gegen die Interessen der Bürger handeln.



Zur Erinnerung:


Bereits 2005 klärten wir die Bürger vor Ort über das geplante Eon Kohle-Großkraftwerk auf. Die offensichtlichen Mängel und Fehler in der Gesamtplanung sowie den einzelnen Genehmigungsverfahren waren bekannt, wurden deutlich herausgestellt und auch in zahlreichen Einsprüchen bei der Bezirksregierung Münster (zuständige Genehmigungsbehörde) eingereicht.

Auch die Vertreter in den Stadträten und Ausschüssen sollten über die für die Bürger negativen Auswirkungen des Kraftwerks informiert werden. Diese zeigten sich jedoch nicht nur ahnungslos, sondern auch beratungsresistent. Da vertraute man lieber einem Großkonzern wie Eon statt engagierten Bürgern und Umweltschützern, die sich mit Hilfe von Fachleuten bereits Kompetenz erarbeitet hatten.

Die CDU stimmte dann auch ohne Fachwissen und Bedenken, oder gar schlechtem Gewissen, dem Kraftwerksbau zu. Die SPD ebenfalls. Herr Siebert als Fraktionsvorsitzender der SPD setzte allerdings noch einen drauf und wollte den über 180m hohen Kühlturm dazu noch bunt anmalen! Das macht deutlich auf welchem Niveau hier debatiert und gearbeitet wird!

Für unsere Aufklärung und Information über die Gefahren und negativen Auswirkungen des geplanten Monster-Kraftwerks bekamen wir viel Zuspruch und Anerkennung. Die Stadtverwaltung verzichtete leider auf unser Wissen. Auch im Umweltausschuss bekamen wir damals kein Rederecht. Aber diese Überheblichkeit und Ignoranz kennen wir ja schon bei den Atomtransporten durch Waltrop und den Kreis Recklinghausen.

Danke SPD, Danke CDU - das ist wahrlich bürgernahe Politik in Waltrop! (übrigens wurden jetzt im August fast die gleichen Deppen erneut in den Stadtrat gewählt, was für die Zukunft keine positiven Veränderungen erwarten lässt)

Das macht deutlich, wie wichtig es ist, das die Menschen vor Ort gegen solche wahnsinnigen Projekte vorgehen um ihre Gesundheit zu schützen. Die politischen Fraktionen waren und sind hiermit deutlich überfordert oder handeln im Interesse anderer.


Wie machen wir jetzt weiter?


Einerseits freuen wir uns über die derzeitigen Auswirkungen des Urteils des OVG Münster. Aber wir wissen auch, dass die Gerichte oft gegen die Interessen der betroffenen Bürger entscheiden. Diese Ausnahme des OVG Münster ändert nichts am System. Einem Rechtssystem was sich die Großindustrie, dank vieler Lobbyisten, immer häufiger selbst schreibt.

Wir verlassen uns weiterhin auf kein Gericht und keinen Politiker. Wir werden weiter handfesten Widerstand, auch gegen das Kraftwerk in Datteln, leisten. Wir werden unser Widerstandskonzept zum Eingriff in die Logistik der Ver- und Entsorgung des Kraftwerks, auf der Schiene, auf der Straße und dem Kanal, weiterentwickeln.

Vielleicht ist das ja auch was für dich?
Unser nächstes Treffen ist am Dienstag den 22.09. um 19.30 Uhr. Einfach Mail an: info(ad)mega-waltrop.de

herrschaftsfreie Grüsse
von der MegA
veröffentlicht 18.09.2009, 13:27 Uhr
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BI mit Altpapier gegen Trianel Kohlekraftwerk Lünen

Kraftwerk Datteln Die Aktion wurde zum 31.12.08 beendet!
Wir danken allen für eure Unterstützung.

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Waltoper! Bringt Euer Altpapier zum Altpapiercontainer auf dem Gelände der Gärtnerei Franzgrote!

"Mit Altpapier gegen das Kraftwerk"



Unbeirrt von dem Teilerfolg für das Trianel-Kraftwerk bereitet sich die Bürgerinitiative BI - Kontra Kohle Kraftwerk mit einer ungewöhnlichen Aktion auf diverse Klagen vor: Sie sammelt Altpapier zur Finanzierung ihrer Vorhaben und plant Großes -

So hat die BI eine Sammelaktion gestartet und will bis zum 24. Dezember 2008 Altpapier sammeln und meistbietend an Verwerter verkaufen, um damit die zu erwartenden Klagen gegen das Kohlekraftwerksprojekt finanziell unterstützen zu können.

Zu diesem Zweck sind bereits an folgenden Stellen Container aufgestellt worden in die das Altpapier entsorgt werden kann:

Lünen - Brambauer, Hof Kersebohm, Im Siepen 3
Lünen - Alstedde, Erika Roß, Am Flachskamp 24

Waltrop, Gärtnerei Franzgrote, Am Schwarzbach 32



Die BI-KKK bittet alle Bürger Lünens und der umliegenden Städte und Gemeinden, sich an dieser Aktion zu beteiligen und ihr Altpapier in die Container zu entsorgen.

Weitere Infos findet ihr unter:
www.kontra-kohle-kraftwerk.de
veröffentlicht 09.07.2008, 13:20 Uhr
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BI mit Altpapier gegen Trianel Kohlekraftwerk Lünen

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Eon-Kraftwerk: Fällarbeiten an der Stadtgrenze gestoppt

Kraftwerk Datteln Er hat sich einfach mitten rein gestellt. Vor die fallenden Buchen im Waldstück unweit des Kanals, wo die Bäume der neuen Hochspannungsleitung für das Eon-Kraftwerk in Datteln weichen sollen. Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND hat heute mit seinem Einsatz an der Stadtgrenze zumindest einen Teilerfolg errungen. Die RWE-Mitarbeiter, die für Eon die neue 380 kv-Stromtrasse direkt neben der alten errichten, stoppen die Fällarbeiten, willigen ein, ein paar Stunden Aufschub zu gewähren, bis es Nachricht vom Oberverwaltungsgericht in Münster gibt. Dort hat der BUND einen Eilantrag auf einstweilige Verfügung gegen das Vorhaben gestellt.

Mittwoch, 27. Februar 2008 | Quelle: Ruhr Nachrichten (Castrop-Rauxel)
veröffentlicht 27.02.2008, 15:40 Uhr
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Obstwiese wurde von Polizei geräumt!

Kraftwerk Datteln

Trotz Zwangsräumung weiter Widerstand gegen Braunkohle!


(Quelle: B.U.N.D. NRW "Garzweiler II Obstwiese")

Nach der Zwangsräumung der Obstwiese des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Bereich des Braunkohletagebaus Garzweiler kündigten die Umweltschützer weiteren Widerstand an. Es würden auch zukünftig alle rechtsstaatlichen Mittel genutzt, die Totalzerstörung von Natur, Landschaft und Grundwasser durch den Braunkohletagebau und die Zwangsvertreibung zigtausender Menschen zu beenden. Die fortgesetzte Nutzung der Braunkohle sei angesichts fortschreitenden Klimawandels ein „Verbrechen an den betroffenen Menschen und der Umwelt“ und durch nichts zu rechtfertigen.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte die 10-tägige Besetzung der Obstwiese durch BUND-Aktivisten am gestrigen Abend beendet. Die Umweltschützer ließen sich einzeln von mehreren Dutzend Einsatzkräften vom Gelände tragen. Unmittelbar nach der Zwangsräumung zerstörten RWE-Bagger die Wiese.

Der BUND bewertet die Aktion trotz des letztendlich negativen Ausgangs als Erfolg. „Auch wenn wir die Braunkohle-Bagger noch nicht aufhalten konnten, bestärkt uns die breite Unterstützung der betroffenen Bevölkerung in unserem Widerstand. Dass die Landesregierung die Räumung der Obstwiese mit dem Interesse der Sicherheit der Energieversorgung rechtfertigt, zeigt deren klimaschutzpolitische Ignoranz. Energieministerin Christa Thoben offenbart sich so als Erfüllungsgehilfin des RWE“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Paul Kröfges. Eine Realisierung von Garzweiler II führe unweigerlich zur Freisetzung von 1,3 Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid. Bei unverändertem Festhalten am Klimakiller Braunkohle würden sämtliche Klimaschutzziele unerreichbar.

Die Umweltschützer kündigten an, wegen der Abweisung der Klage gegen die Grundabtretung durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in kürze Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig einzulegen. Noch liege die schriftliche Urteilsbegründung des OVG allerdings nicht vor.

Trotz der gestrigen Zwangsräumung bleibt der BUND weiter Eigentümer des Grundstücks, denn dessen Enteignung ist wegen der anstehenden Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht nicht wirksam. „Dabei wird auch das völlig unzeitgemäße und undemokratische Bundesberggesetz wieder auf dem Prüfstand stehen. Dieses bevorzugt einseitig die privatwirtschaftlichen Interessen der Energiemultis vor dem Allgemeinwohl, hier soll Bergrecht Grundrechte brechen“, sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Der BUND appellierte deshalb an den Gesetzgeber, diesen „noch vom Preußischen Bergrecht abgeleiteten rechtlichen Anachronismus“ abzuschaffen.

Die parallel betriebene Klage gegen die Zwangsräumung habe sich mit der gestrigen Zerstörung der Obstwiese zwar erledigt, der Rechtsstreit gegen die Enteignung indessen nicht. „Mit der Fortsetzung der Klage gegen die Enteignung hoffen wir, nun durch das Bundesverwaltungsgericht die Rechtswidrigkeit des Tagebaus Garzweiler bestätigt zu erhalten,“ gibt sich BUND-Anwalt Dirk Teßmer zuversichtlich. Das BVerwG hatte im Sommer 2006 bereits einmal ein Urteil des OVG Münster zum Tagebau Garzweiler aufgehoben.

Stand vom 02.01.2008:

Aktivisten besetzen eigene Obstwiese und blockieren Garzweiler II - Unterstützung dringend erforderlich!


Nachdem am Neujahrsmorgen Aktivisten des B.U.N.D. ihre eigene Obstwiese bei Jüchen besetzten um die weitere Zerstörung der Landschaft durch die Braunkohlebagger im Braunkohletagebau Garzweiler II zu verhindern, riegelte die RWE gestern (Donnerstag 3.1.) die Obstwiese rundherum ab. Als Grund hierfür nannte RWE Sicherheitsbedenken da sich die Obstwiese unmittelbar an der Abbaukante befindet.
Die Aktivisten haben sich trotz der Kälte und Einkesselung auf eine längere Besetzung eingerichtet. Die Polizei wartet zunächst ab.

Weitere Infos zum Hintergrund bekommt ihr hier:
B.U.N.D. NRW "Garzweiler II Obstwiese"

Wir erklären uns solidarisch mit den betroffenen Menschen der Region und fordern die RWE dazu auf, die massive Zerstörung der Umwelt umgehend zu unterlassen.
Ab Samstag werden wir die Aktivisten vor Ort unterstützen!
veröffentlicht 04.01.2008, 08:06 Uhr
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+++ Heute 15.05.07 - 19.30 Uhr Hansesaal Lünen +++

Kraftwerk Datteln Wir haben soeben einen Hilferuf einer Bürgerinitiative aus Lünen erhalten. Heute abend findet eine überaus tendentiöse Podiumsdiskussion statt, deren vorher bereits ausgehandeltes Ergebnis man wohl als Konsens in der Politik verkaufen will.
Auf dem Podium sitzt unter anderem Laurenz Meyer, der Generalsekretär der CDU, außerdem sollen die umliegenden Ortvereine der CDU massiv dort hin gefahren werden. Lediglich ein Sprecher der Bürgerinitiative soll auf einem Podium mit rund 9 Leuten eine Gegenposition vertreten können, ansonsten wurden ausschließlich Befürworter des Kraftwerkes eingeladen - insgesamt sogar drei Mitarbeiter des Kraftwerksbetreibers. Betrieben werden soll das Kraftwerk laut BI übrigens mit Importkohle aus Kolumbien - die dortigen Arbeitsbedingungen einschließlich Kinderarbeit sind bekanntermaßen absolut indiskutabel.

Deshalb werden wir heute Abend für ein wenig mehr an Ausgeglichenheit in der Diskussion sorgen.

Kommt vorbei! Gemeinsam kriegen wirs hin!
veröffentlicht 15.05.2007, 17:30 Uhr
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e.on Baustellen-Ticker

Kraftwerk Datteln

Mittwoch 25.07.2007: Brücke "Im Löringhof" wieder für den Verkehr freigegeben

Seit gut einer Woche ist die Zufahrt zur E.ON Baustelle aus Richtung Datteln wieder möglich. Weiter wurden auf der Fahrbahn an den Einfahrten zur Baustelle viele weiße Linien und Pfeile aufgemalt, damit E.ON den Verkehr reibungsloser abwickeln kann. Wer hat´s wohl bezahlt?

Samstag 23.06.2007: Zaun gekippt - Südseite der Baustelle auf rund 300 Metern frei zugänglich

Nach uns vorliegenden Infos wurde der Zaun auf rund 300 Metern in die waagerechte Position gebracht. Damit ist auch die autonome Zone wieder barrierefrei zugänglich!

Montag 30.04.2007: Pause leider nur von kurzer Dauer

Die arbeiten an der e.on Baustelle ruhten scheinbar nur am Freitag Nachmittag und Abend.
Am Letzten Freitag gab es mit dem staatl. Umweltamt und e.on ein Ortstermin an der Baustelle. Die Verlangten Messdaten zur Staubentwicklung hat e.on dem staatl. Umweltamt in Herten bisher nicht vorgelegt. Unsere Nachfrage nach der Staubbelastung und die Auswirkungen auf die Gesundheit ist somit weiter ungeklärt. Das Umweltamt teilte mit, uns zu informieren sobald Daten vorliegen. Mit der schlichten Zusage von e.on, dass schon alle Grenzwerte eingehalten würden, werden wir uns nicht zufrieden geben!

Sonntag 29.04.2007: Seit Freitag tut sich NIX mehr

Obwohl e.on verlauten ließ Zeitdruck zu haben, bewegt sich seit Freitag auf der Baustelle NIX mehr. Gönnt e.on den Arbeitern eine Pause? Gestern war zu Beobachten das der illegal genutze Waltroper Teil der Bausttelle bereits großzügig "entzaunt" wurde!

Freitag 27.04.2007: e.on eignet sich illegal Waltroper Stadtgebiet an

Aufgrund unserer Recherchen wurde Ende letzter Woche der Umweltbeauftragte der Stadt Waltrop, Hr. Kempkes, darüber in Kenntnis gesetzt das wohl ein Teil der e.on Baustelle ohne jegliche Genehmigung und Kenntnisse der Stadtverwaltung auf Waltroper Stadtgebiet errichtet wurde. Dank des umgehenden Handelns von Seiten der Stadt Waltrop, die daraufhin das Gelände vermessen ließ, gab es heute das Ergebnis. Unsere Vermutung war richtig! e.on war nicht zimperlich und ließ auf dem betroffenen Gelände ein Biotop sowie mehrere, teils sehr alte, Bäume beseitigen. Nun kümmert sich neben uns auch das Liegenschaftsamt um die Angelegenheit. Wir fordern e.on auf das Gebiet unverzüglich zu räumen und Schadensersatz für die illegale Zerstörung unserer Natur! Weiter fordern wir die Zusammenarbeit mit e.on umgehend einzustellen. Herr Werner, mit Firmen die immer wieder ihre kriminelle Energie beweisen, macht man keine Geschäfte, oder?

Montag 23.04.2007: e.on Mitarbeiter bedroht 14-jährigen!

Nach Schilderung des Jugendlichen sei er letzten Mittwoch mit dem Fahrrad an der Baustelle vorbeigefahren. An der Einfahrt zur Baustelle habe er kurz gehalten um einen Blick auf die Baustelle zu haben. Daraufhin seien zwei e.on Mitarbeiter auf ihn zugelaufen und ihn ohne weiteres massiv bedroht. Weiter wollte ein Mitarbeiter das Fahrrad zerstören wenn er nicht umgehend weiterfährt. Ein Schreiben an e.on zur Stellungnahme geht morgen raus! Offensichtlich will e.on sich nicht in die Karten schauen lassen. Das kennen wir ja schon von den krummen Atomgeschäften der Firma e.on .

Donnerstag 19.04.2007: Bauzaun wieder einmal umgefallen!

Wie heute aus gut informierten Kreisen zu hören war, ist der Bauzaun gestern schon wieder auf rund 30 Metern, entlang der autonomen Zone, umgefallen.

Montag 16.04.2007:

Wie aus gut informierten Quellen soeben zu erfahren war, sollen nahe der autonomen Zone rund 30 Meter Bauzaun umgefallen sein. Ursache bisher nicht bekannt! (Technik ist halt nicht perfekt)

Sonntag 08.04.07: 1. Oster-Widerstands-Camp bei e.on – Autonome Zone ausgerufen!

Nach dem Ostereier suchen machten sich heute bei herrlichem Wetter mehrere Kraftwerks-Gegner auf zur e-on Baustelle in Datteln, um das letzte dort verbliebende grüne Fleckchen Erde zu besetzen.

Nachdem das Stück Grün zur autonomen Zone erklärt, das Zelt aufgebaut und ein Feuerchen entzündet war, ließen sich alle gemütlich bei mitgebrachten Getränken und Keksen nieder. Mit Gitarrenklängen wurde der Platz feierlich eingeweiht und am Feuer wurden weitere Pläne geschmiedet um den Kraftwerksbau auszubremsen.

Am Abend tauchten dann zwei Hunde von Kötter-Security mit dazugehörigem unfreundlichem Personal auf. Die Kraftwerksgegner wurden darüber informiert, dass sie sich auf e-on Gelände befänden und erhielten alle einen Platzverweis. Um den Tag stressfrei zu beenden wurde der Platz nach mehreren Stunden Besetzung verlassen. (Foto von der Aktion folgt)
Demnächst gehts weiter! Nächstes offene MegA-Treffen am Dienstag 10.04. um 19.00 Uhr bei e.on.


Samstag 24.02.07: e.on Transport Team gönnt sich eine Pause!

Gegen 10.45 Uhr versammelten sich mehrere Menschen aus Datteln und Waltrop auf der Strasse „Im Löhringhof“ zum Protest gegen den Bau des e.on Klimakillers in Datteln.

Da sich innerhalb von Minuten bereits 6 Baustellenfahrzeuge hinter der Demo, die von der Recklinghäuser Straße aus in Richtung Baustelle unterwegs war, eingereiht hatten, wurde die Polizei informiert um den spontanen Protestzug abzusichern.
Nach ca. 20 Minuten traf der erste Streifenwagen ein und wurde über die Veranstaltung informiert. Zwei weitere Streifenwagen folgten, und die Strasse füllte sich weiter. Nach rund 40 Minuten auf der Strasse wurde nach kurzer Verhandlung mit Team Grün vereinbart, eine Fahrbahnseite freizumachen und die LKW`s fuhren an der Demo vorbei. Vorher hatte auch niemand der LKW-Fahrer darum gebeten vorbeigelassen zu werden! War wohl auch für das e.on Transport-Team ´ne willkommene Pause. Die Anwohner fanden jedenfalls problemlos ihren Weg an der Demo vorbei.
Gegen 11.45 Uhr wurde der Protest beendet. Personalien wurden nicht aufgenommen.
(Fotos von der Aktion links in der Leiste unter „Bilder“)


Donnerstag 22.02.07:

Wie verschiedene Beobachter die letzten Tage berichten halten sich die beiden Kötter-Security`s lediglich an den beiden Einfahrten zur Baustelle (Im Löringhof) auf. Ab ca. 22.00 Uhr ist Feierabend am Bau. Dann gibts von der anderen Seite freien Zugang! Vorne sind die beiden einsamen Seelen allerdings gelegentlich spitz wie Nachbars Lumpi, wenn sie nicht im Container hocken. (Leckerli nicht vergessen!)

Bei dem regen LKW Verkehr "Im Löringhof" ist derzeit äußerste vorsicht geboten wenn so ein Monstrum im Rückspiegel auftaucht. Also aufpassen und Tempo massiv runter!

Mittwoch 21.02.07: Baustopp für E.ON-Kraftwerk in Datteln vorerst aufgehoben-Oberverwaltungsgericht entscheidet gegen Klimaschutz

http://www.bund-nrw.de/kraftwerk_datteln.htm
Am Mittwoch entscheidet das OVG ob weiter gerodet werden darf. Infos hierzu folgen.
Ansonsten lohnt es sich immer mal bei e.on vorbeizuschauen. Übrigens gibts nur vorne zur Strasse „Im Löringhof“ einen spärlichen Zaun. Sonst ist das riesen Gelände offen zugänglich!

Sonntag 18.02.07: Acht im Rad!

Ein Dattelner Bürger steht mit seinem Rad an der Löringhofstraße. Im Rad ist eine Acht. Der Mann will Ersatz. Schuld daran soll ein Wachmann sein. "Ich hab privat mit dem Bauleiter gesprochen", sagt der Dattelner. Darum sei er in dem Büro-Container gewesen. Als er wegfahren wollte, habe ihn der Wachmann (Fa. Kötter Security) aufgehalten, ihm das Rad weggerissen, er selbst sei gestürzt.

Am Mittwoch entscheidet das OVG ob weiter gerodet werden darf. Infos hierzu folgen.
Ansonsten lohnt es sich immer mal bei e.on vorbeizuschauen. Übrigens gibts nur vorne zur Strasse „Im Löringhof“ einen spärlichen Zaun. Sonst ist das riesen Gelände offen zugänglich!

Sonntag 18.02.07: Alarm am Bau!

Gegen 2.45 Uhr schlägt Kötter Security Alarm. 15 Minuten später rauschen ein paar (4-6) Wagen von Team Grün an. Warum? Keine Infos vorhanden. Haben bei Kötter wohl die Hosen voll gehabt.

Samstag 17.02.07: Security greift B.U.N.D. Mitglieder tätlich an!

Als sich BUND-Aktivisten über offenbar widerrechtlich wieder aufgenommene Baumaßnahmen informieren wollten, wurden sie vom Security tätlich angegriffen.
Gegen Samstagmittag erhielten BUND-AktivistInnen von Anwohnern die Mitteilung, dass auf der per Gerichtsbeschluss stillgelegten Baustelle Bauaktivitäten im Gange seien. Vor Ort kam es dann zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einem offenbar im E.ON-Auftrag tätigen Mitarbeiter von Kötter Security. Dieser sagte zu einem BUND-Aktivisten wörtlich und unter sechs Zeugen: “Du Arschloch, du hast mir gar nichts zu sagen, ich hau dir ein in die Fresse, ich schlag dich zusammen.“ Daraufhin wurde der BUND-Mann von ihm geschlagen, ihm wurde die Kapuze vom Anorak gerissen. Die BUND-AktivistInnen dokumentierten den Zwischenfall fotografisch, riefen die Polizei und erstatteten Strafanzeige. (Quelle: http://www.bund-nrw.de/kraftwerk_datteln.htm - dort gibts auch Bilder!)

Freitag 16.02.07: Baustopp!

Das am Freitag die e.on Baustelle durch das Oberverwaltungsgericht erstmal stillgelegt wurde schmeckt e.on offenbar gar nicht. Fast täglich kommt es zu neuen Zwischenfällen vor Ort.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht den sofortigen Vollzug des Baustopps verkündet hatte, machten sich Bürger aus Waltrop und Anwohner auf den Weg zur Baustelle, um das sofortige Ende der Arbeiten einzufordern.
Einige stellen sich in die Einfahrt zur Baustelle, den anrollenden Lkw in den Weg. Für einen Augenblick droht die Situation zu eskalieren. Dann aber verzichten beide Seiten darauf, die Polizei zu verständigen.


Jeder Tag: Widerstand braucht Fantasie !


weitere Infos zur aktuellen Situation nehmen wir gerne entgegen.
veröffentlicht 20.02.2007, 20:58 Uhr
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Seit heute um 15.45 Uhr stehen vorerst alle Räder still !!!

Kraftwerk Datteln Um 15.45 Uhr stehen alle Räder still


Von Thomas König
Waltrop-OBERWIESE. Wirklich gerechnet hat wohl niemand damit. Der Baustopp kommt für viele überraschend. Doch um 15.45 Uhr geht nichts mehr an der Löringhofstraße. Die Arbeiten am neuen E.ON-Kraftwerk sind eingestellt. Bis auf Weiteres.

Das Oberverwaltungsgericht Münster folgt einem Eilantrag des BUND-Landesverbandes und setzt am frühen Nachmittag die Arbeiten auf dem größten Teil der Fläche aus. Bis Aschermittwoch, dann wird in Münster der Widerspruch des BUND gegen die erste Teilgenehmigung für den Kraftwerksbau erörtert. Solange bleiben das Waldgebiet und das Biotop auf dem Gelände vor den Rodungs- und Erdarbeiten geschützt.

Kaum ist die Tinte trocken unter dem Beschluss, informiert der BUND Mitglieder vor Ort. Aus Waltrop machen sich unter anderem Sigrid Bentlage und Norbert Hiedl sowie Anwohner auf den Weg zur Baustelle, um das sofortige Ende der Arbeiten einzufordern.

Einige stellen sich in die Einfahrt zur Baustelle, den anrollenden Lkw in den Weg. Für einen Augenblick droht die Situation zu eskalieren. Dann aber verzichten beide Seiten darauf, die Polizei zu verständigen. Jean-Paul Probst, verantwortlicher Bauleiter, und Matthias Hube von E.ON treffen ein und organisieren das Ende der Arbeiten. "Können wir denn noch die Lkw, die jetzt da sind, auf dem Gelände abladen?", fragt Probst. "Nein." Kurz und knapp die Antwort von Hiedl.

Nur auf dem nördlichen Streifen des Geländes darf das Bauunternehmen noch arbeiten, dort rollen die letzten Lkw hin. Die vielen Bagger und Raupen stehen längst in Reih' und Glied - Motor aus. Um 15.45 Uhr versperren zwei Arbeiter die Zufahrt mit einem Bauzaun.

"Jetzt sind andere am Zug, die Argumente werden am Mittwoch in Münster ausgetauscht", sagt Matthias Hube von E.ON. Natürlich sei die Unterbrechung "nicht angenehmen. Das wirkt sich auf alle weiteren Termine aus", sagt Hube. "Aber jetzt müssen wir das abwarten." Jean-Paul Probst dirigiert derweil die noch beladenen Lkw um.

Peter Ebermann vom Tiefbauunternehmen Arge Meister aus Sachsen telefoniert, er hat einiges zu organisieren. "Ich habe noch Mitarbeiter auf der Autobahn, die hierher unterwegs sind. Die habe ich erstmal wieder nach Hause geschickt", sagt er.

Montags bis samstags von sechs bis 22 Uhr darf er auf dem 60 Hektar großen Areal an der Löringhofstraße arbeiten. Eigentlich. Bis Aschermittwoch aber nicht mehr. Dabei wäre im Moment das Wetter optimal für die Bodenarbeiten. "Wir haben schon vier Wochen später angefangen. Jetzt dieses Hin und Her. Aber der Endtermin ist der gleiche", sagt Ebermann, der mächtigen Zeitdruck kommen sieht. 45 Mann hätte er am Montag auf der Baustelle gehabt. Die müssen jetzt alle abwarten.

Weiter oben auf der Straße warten die Lkw-Fahrer neben ihren aufgereihten Brummis. Sie sind sauer. "Das kann doch nicht wahr sein. Der eine sagt los, fünf Tage später heißt es stopp", sagt einer der Fahrer. Die Firma habe für die Baustelle extra neue Leute eingestellt. "Geht das so weiter, sind die bald wieder beim Arbeitsamt." Wie es weitergeht, das entscheidet sich erst am Aschermittwoch. Die nicht öffentliche Sitzung in Münster beginnt um 11.15 Uhr.
16. Februar 2007 | Quelle: Waltroper Zeitung
veröffentlicht 16.02.2007, 22:29 Uhr
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Seit heute um 15.45 Uhr stehen vorerst alle Räder still !!!

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